Schutzklassen


Nachfolgend finden Sie eine Zusammenfassung der Leistungsanforderungen der Schutznormen unserer Bekleidung. Unsere Bekleidung bzw. persönlichen Schutzausrüstung der Kategorie II und Kategorie III sind gem. PSA-Verordnung 2016/425 durch ein europäisches Institut geprüft und zertifiziert. Die Zertifikate zu unseren Produkten finden Sie auf der jeweiligen Produktseite.

EN ISO 11612

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Schutz gegen Hitze und Flammen

Diese Schutzkleidung schützt den Träger gegen Hitze und/oder Flammen. Die Leistungsanforderungen der Schutzkleidung ist für einen weiten Bereich von Endanwendungen vorgesehen und wird in verschiedenen Klassen unterteilt. Standard-Anforderungen aller eingesetzten Stoffe und Materialien ist die begrenzte Flammenausbreitung und der Wärmewiderstand (Codebuchstabe A), verbunden mit einer der folgenden Optionen:

  • Konvektive Wärme (Codebuchstabe B)
  • Strahlungswärme (Codebuchstabe C)
  • Flüssige Aluminiumspritzer (Codebuchstabe D)
  • Flüssige Eisenspritzer (Codebuchstabe E)
  • Kontaktwärme (Codebuchstabe F)

Je höher die Leistungsstufe umso höher ist der gewährleistete Schutz.

EN ISO 11611

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Schutz für Schweißen und verwandte Verfahren

Schutzkleidung gem. EN ISO 11611 schützt beim Schweißen und verwandten Prozessen mit vergleichbaren Risiken. Träger dieser Schutzkleidung sind gegen Schweißspritzer (kleine Spritzer geschmolzenen Metalls), kurzzeitigen Kontakt mit Flammen und Strahlungswärme aus einem elektrischen Lichtbogen geschützt. Die Bekleidung bietet unter üblichen Schweißbedingungen in begrenztem Maße elektrische Isolation gegenüber unter Gleichspannung bis ungefähr 100 V stehenden elektrischen Leitern.

Standard-Anforderung sind die begrenzte Flammenausbreitung, die Anzahl der auftreffenden Schweißspritzern, Wärmedurchgang sowie der elektrische Widerstand. Diese Prüfungen definieren die Schutzklasse der Norm, welche in zwei Leistungsstufen, A1 und A2, unterteilt ist.

EN ISO 61482

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Schutz gegen thermische Gefahren eines Lichtbogens

Diese Norm legt die Anforderungen für die Schutzkleidung gegen die thermischen Gefahren eines elektrischen Lichtbogens fest. Die Prüfung zur Bestimmung der Lichtbogen-Schutzklasse des Materials und der Schutzkleidung erfolgt unter Verwendung eines gerichteten Prüflichtbogens (Box Tex). Die Norm wird in zwei Klassen unterteilt:

  • Klasse 1: Prüflichtbogen mit 4 kA für 500 ms
  • Klasse 2: Prüflichtbogen mit 7 kA für 500 ms

Die geprüfte Schutzkleidung ersetzt keine elektrisch isolierende Schutzkleidung. Für Bekleidung getestet mit einem Prüfbogen von 10 kA über 1000 ms sowie Bekleidung zertifiziert nach EN 50286 (elektrisch isolierende Schutzkleidung für Arbeiten an Niederspannungsanlagen, zusätzlich getestet mit einem Prüfbogen von 10 kA über 500 ms) kontaktieren Sie uns per Mail.

EN ISO 20471

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Hochsichtbarer Warnschutz

Diese Norm legt die Anforderungen an hochsichtbare Warnkleidung fest, dass die Anwesenheit des Trägers visuell signalisiert wird. Die Warnkleidung macht den Träger bei allen Lichtverhältnissen auffällig sichtbar, ob bei Tageslicht, Scheinwerferbeleutung oder Dunkelheit. Die Norm legt die Leistungsanforderungen an die Farbe und die Retroreflexion fest sowie an die Mindestflächen und die Anordnung der Schutzkleidungsmaterialien. Die Risikobewertung ist in drei Klassen eingeteilt. Die Klasse 3 weist die größten Flächen des Warnschutzstoffes auf und bietet somit den größten Schutz.

EN 13034

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Schutz gegen flüssige Chemikalien

Diese Norm regelt die Anforderungen an Schutzkleidung zum Schutz gegen leichte Chemikalienversprühung, flüssigen Aerosolen oder mit niedrigem Druck auftreffenden Spritzern. Der Schutz auf molekularer Ebene ist jedoch nicht gegeben. Die Schutzkleidung besteht aus einem Gewebe mit flüssigkeitsabweisender Ausrüstung, die einen Widerstand gegen das Durchdringen von Flüssigkeiten bietet.

EN 1149

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Schutz gegen elektrostatische Eigenschaften

Diese Norm legt die Anforderungen an elektrostatisch ableitfähige Schutzkleidung fest, die ein Bestandteil eines geerdeten Systems ist und zündfähige Entladung (Explosion) vermeiden soll. Für Schutz vor Netzspannungen bzw. brennbare Atmosphären, die mit Sauerstoff angereicht sind, könnten die Anforderungen nicht ausreichen. Die Schutzkleidung verhindert elektrostatische Personenaufladung und zündfähige Entladungen, jedoch sollte die Kleidung mit anderen Normen (zB. EN ISO 11612) kombiniert werden und sichere Erdung ist nur durch antistatisches Schuhwerk gegeben.

EN 343

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Schutz gegen Regen

Die Wetterschutzkleidung bietet Schutz gegen Niederschlag (Regen, Schneeflocken), Nebel und Bodenfeuchtigkeit; sie ist wasserdicht und atmungsaktiv. Um dies zu garantieren, wird der Wasserdurchgangswiderstand und der Wasserdampfdurchgangswiderstand geprüft. Die Parameter werden in je 4 Klassen unterteilt; die Klasse 4 bietet den größten Schutz.