Über 30 JAHRE Erfahrung

Gut zu WISSEN:

Die „Textile Kette“ bei Workwear und Schutzbekleidung

Wir kennen uns aus, unsere Beratung basiert auf über 30 Jahren Textil-Erfahrung. Wir begleiten unsere Produkte von Anfang an - von der Faser, über das Garn, die Spinnerei und Flächenproduktion, die Weberei, Stickerei, Wirkerei, Färberei und weiter bis zur Zubehör-Ausstattung und Konfektion, bis letztendlich zur Auslieferung an unsere Kunden. Ein spannendes Thema detailliert erläutert…

Von der Idee bis zum fertigen Textil

Unter dem Begriff der „Textilen Kette“ versteht man im Allgemeinen den Weg von der Erzeugung der ersten Faser bis zur Auslieferung des fertigen Endprodukts beim Kunden. Bei unseren meist absolut individuell gefertigten Textilien beginnt der erste Schritt sogar noch etwas früher, nämlich mit der Beratung des Kunden und der gemeinsamen Definition der gewünschten Funktionalitäten (1), sowie dem Design des neuen Kleidungsstücks (2), immer unter Berücksichtigung des vom Kunden vorgegebenen Corporate Designs. Wenn all dies, vor dem Hintergrund unseres Expertenwissens, genauestens definiert ist, geht es an die Produktion der Bekleidung: Für welches Material haben wir uns entschieden (3), welche Garn-Variante haben wir gewählt (4), welche Stoffkonstruktion, in welcher Farbe und mit welcher Stoffausrüstung benötigen wir (5) und wie wurde letztendlich konkret die Konfektion definiert (6)? Bei speziellen Schutz-Textilien erfolgt dann noch die Zertifizierung (7) und letztendlich folgt der Transport vom Produzenten zum Kunden oder zu unserem Vorhaltelager (8). Zum besseren Verständnis möchten wir Ihnen diesen Ablauf noch einmal an einem konkreten Kleidungsstück, einer Warnschutzbundjacke, detailliert erläutern. Wählen Sie die einzelnen Verarbeitungsschritte aus (Ziffer 1 bis 8) und informieren Sie sich in Ruhe...

1. Anforderungen
Eine genaue Definition als Basis
2. Gestaltung
Farbe, Form, Funktion werden festgehalten
3. Fasern
Welches Material kommt zum Einsatz
4. Garn-Produktion
Die Gebrauchswerte bestimmen das Garn
5. Stoff-Herstellung
Welche Eigenschaften werden benötigt
6. Konfektion
Jetzt kommt zusammen was zusammen gehört
7. Zertifizierung
Ein europäisches Textilinstitut zertifiziert
8. Logistik
Auch der letzte Schritt will gut geplant sein

Die Anforderungen - genaue Beschreibung des gewünschten Textils.

Am Anfang steht bei ISA-TEX immer zunächst einmal die fachlich qualifizierte Beratung. Im Gespräch mit dem Kunden werden alle denkbaren Anforderungen besprochen und eine genaue Definition des Textils erarbeitet. Welche Funktionalitäten soll beispielsweise unsere Warnschutzbundjacke erfüllen? Ist neben der normgerechten Ausführung beispielsweise die Verwendung von segmentierten Reflexstreifen und/oder der Einsatz spezieller Gewebekonstruktionen mit höchstem Baumwollanteil auf der Hautseite für besten Tragekomfort, gewünscht? Auch sollte die funktionsorientierte Passform mit dem individuellen Corporate Design des Unternehmens harmonieren. Ist beabsichtigt, die Bekleidung vielleicht durch einen professionellen Wäscher pflegen zu lassen und besteht somit Bedarf für „industriewäsche-Tauglichkeit“? Welche Größen und Stückzahlen werden benötigt? All dies wird mit dem Kunden besprochen und in einem detaillierten Angebot verbindlich fixiert.

Die Gestaltung - Definition des Designs unter Berücksichtigung des gültigen CD.

Jetzt geht es ans Werk. Auf Basis der unter Punkt 1 definierten Anforderungen entwickelt unsere Designabteilung das vom Kunden gewünschte individuelle Kleidungsstück. Farbe, Form, Material und Größe werden nochmals abgestimmt und Muster hergestellt. Nach Freigabe des Kunden, werden dann die nächsten Schritte eingeleitet.

Die Faser - welches Material kommt zum Einsatz?

Um einen Stoff herstellen zu können benötigen wir zunächst einmal Fasern. Hierbei gilt es zwei prinzipielle Materialien, mit den jeweils entsprechenden Eigenschaften, zu unterscheiden. Nutzen wir Naturfasern, wie Baumwolle, natürliche Fasern aus dem Rohstoff Zellstoff (Viscose, Modal oder Tencel) oder synthetisch erzeugte Fasern, wie Polyester, Polyamid oder zum Beispiel Aramid? Nicht alle Fasern sind für Warnschutz-Farben geeignet. Während Polyester in allen drei Warnschutzfarben - Gelb, Orange und Rot - eingefärbt werden kann, ist dies z.B. für Polyamidfasern oder Aramide nicht möglich. Baumwolle kann - mit einer limitierten Anzahl an möglichen Wäschen - auch in Warnschutz gefärbt werden, dies allerdings nur in Gelb.

Die Garn-Produktion - welche Variante wird benötigt?

Um einen Stoff mit bestimmten Eigenschaften herstellen zu können, muss nun in einem nächsten Schritt aus den gewählten Fasern die entsprechenden Garne produziert werden. Das gewählte Spinnsystem ist letztlich mitausschlaggebend für die Gebrauchswerte der Bekleidung (Reißfestigkeiten, Griff, Oberfläche, etc.).

Die Stoff-Herstellung - Definition der Stoff-Konstruktion. -Ausrüstung und -Farbe.

Endlich ist es soweit, nun kann der Stoff gefertigt werden. Unter Berücksichtigung der unter Punkt 1 definierten Anforderungen wird nun, je nach Materialzusammensetzung, der Stoff zunächst gewebt, gewirkt oder gestrickt, sowie gefärbt, eventuell bedruckt und je nach Anforderung ausgerüstet (z.B. sanforisiert, merzerisiert, wasserabweisend, antibakteriell, etc.) Bei unserer Warnschutzbundjacke haben wir uns sinnvoller Weise für eine Kombination aus 60% Baumwolle und 40% Polyester entschieden. Die Farben (in diesem Fall Warnorange) und Farbechtheiten werden festgelegt, die wasser- und fleckenabweisende Ausrüstung definiert, sowie die Anforderung an die Pflege berücksichtigt (Anzahl der gewünschten Wäschen). All dies muss bei der Organisation des Produktionsprozesses, der Stoff-Herstellung, beachtet werden.

Die Konfektion bringt letztendlich alles zusammen.

Aus der Faser wird Garn und aus dem Garn der Stoff, all dies benötigt Zeit. Oft finden diese Prozesse weltweit an unterschiedlichen Orten statt. Das muss bei der Planung unbedingt berücksichtigt werden. Spannend wird es, wenn nun aus dem Stoff und den gewählten Zubehörteilen unsere Jacke gefertigt wird. Dieser Schritt wird allgemein als Konfektion bezeichnet. Auf Basis des textilen Design-Entwurfs, unter Verwendung des bis dahin parallel produzierten Nähgarns und der notwendigen Kleinteile, wie Reißverschlüssen, Druckknöpfen, dem Logotype, sowie der reflektierenden Bänder, beginnt in Abstimmung mit dem Kunden, auf Basis einer festgelegten Maßtabelle und unter Berücksichtigung der Warnschutz-Norm-Kriterien, die Fertigung.

Textilien mit besonderen Eigenschaften werden zertifiziert.

In Zusammenarbeit mit Textilinstituten erfolgt nun ein weiterer aufwendiger und kostenintensiver Schritt. Die von uns hergestellte Schutzkleidung, im konkreten Fall also unsere Warnschutzbundjacke, wird auf Herz und Nieren geprüft und im Erfolgsfall entsprechend zertifiziert. Spezielle Zertifizierungen gibt es für Themen, wie den Flamm-, Schweißer- und Säureschutz oder Antistatik-, sowie ESD-Bekleidung. All diese Normen werden in jedem Fall von einem europäischen Textilinstitut zertifiziert.

Zu guter Letzt muss natürlich auch die Logistik passen.

Auch der abschließende Transport der Ware vom Hersteller zum Kunden oder dem ausgewählten Vorhaltelager, inklusive der nicht immer ganz einfachen Zoll-Abfertigung, will ebenfalls gut geplant und organisiert sein. Gemeinsam mit unserem Logistik-Partner „Gebrüder Weiss“ garantieren wir unseren Kunden, dass die georderte Ware immer zum vereinbarten Termin jeden vorab vereinbarten Ort erreicht - pünktlich!